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Die Redaktion

Der verantwortungsvolle Umgang
mit Informationen

Redaktion (zu lat. redigere „zurückbringen/-treiben, in einen Zustand bringen“) bezeichnet die Gesamtheit der Redakteure eines Medienbetriebs, deren Büro und ihre Tätigkeit, das Redigieren. Eine Redaktion hat die Aufgabe, Informationen in eine zur Veröffentlichung geeignete Fassung zu bringen. Die Redaktion ist die Abteilung in einem Zeitungs- oder Zeitschriftenverlag, die die journalistische Arbeit erbringt. Sie kann sich aus mehreren spezialisierten Unterabteilungen (Ressorts) zusammensetzen. Dann wird die Konferenz der Redakteure auch „die Redaktion“ genannt. (Wikipedia)

Die redaktionelle Arbeit

Tägliche Teamleistung

Die Zeitung ist ein Gemeinschaftsprodukt. Täglich greifen aufs Neue viele Räder ineinander, damit Sie, die Leser, gedruckt wie digital informativen, unterhaltsamen und aktuellen Lesestoff finden.

Stark gewandelt hat sich die redaktionelle Herstellung einer Zeitung. Und der technische Fortschritt hat auch die Aufgaben eines Redakteurs verändert. Heute wird die Zeitung komplett am Computer gestaltet und produziert. Traditionelle Berufe, wie der des Schriftsetzers sind verschwunden. Ein Redakteur hat heute mehr Koordinationsaufgaben, die Arbeit ist – vor allem zeitlich – noch konzentrierter. Denn die schnelleren, digitalisierten Arbeitsabläufe sind eine journalistische Herausforderung: und zwar in Richtung zu noch mehr Aktualität. Wir stellen Ihnen die Aufgaben von rund 200 Redaktionsmitgliedern sowie von Korrespondenten und freien Mitarbeitern der Augsburger Allgemeinen vor.

Mantelredakteur

Die Mantelredakteure sind für die überregionale Berichterstattung in den Ressorts Politik und Wirtschaft, Sport, Bayern, Panorama und Kultur zuständig. Sie schreiben nicht nur über tagesaktuelle Ereignisse, sondern entscheiden auch, in welcher Form über welches Thema berichtet wird. Sie liefern Analysen, Einschätzungen und Kommentare. Viele von ihnen haben Schwerpunkt-Themen wie Medizin, Kirche, Gleichberechtigung, Energieversorgung, Justiz oder Medien. Genau wie die Lokalredakteure pflegen sie ihre Kontakte, führen Hintergrundgespräche, treffen Interviewpartner und recherchieren für Reportagen vor Ort – dabei fokussieren sie sich allerdings nicht auf ein regional abgegrenztes Gebiet, sondern auf bestimmte Themenbereiche. (sli)

Editoren

Ein Editor verwandelt Geschichten in fertige Artikel. Am sogenannten Regiodesk sind die Editoren dafür zuständig, die Texte und Bilder der Reporter in Form zu bringen, damit sie online und in der Zeitung erscheinen können. Die dort arbeitenden Redakteure gestalten das Seitenlayout und pflegen die Artikel ein. Für den Online-Auftritt werden die Texte mit Videos, Bildergalerien und digitalen Grafiken angereichert, damit sie den Lesern einen möglichst großen Mehrwert bieten. Darüber hinaus spielen die Editoren die Artikel auf den verschiedenen Social-Media-Kanälen aus. In ihrer Arbeit stimmen sie sich mit den Reportern ab, geben Feedback und lassen ihre eigenen Ideen mit einfließen. (cgal)

Desk-Chef und Online-Themen-Chef

Am sogenannten Desk laufen die Fäden der Redaktion zusammen: Hier wird organisiert, sortiert, entschieden und geplant, was am nächsten Tag wo in der Zeitung stehen wird und welche Inhalte in welcher Form im Internet laufen sollen. Desk-Chef und Online-Themen-Chef haben die Aufgabe, das Nachrichtengeschehen des Tages im Blick zu behalten – und das über alle Ressort-Grenzen hinweg zu managen. Der Desk-Chef legt dabei den Fokus auf die gedruckte Zeitung, der Online-Themen-Chef kümmert sich schwerpunktmäßig um die digitalen Inhalte. Für beide gilt: Was im Sport geschieht, kann genauso zum wichtigsten Thema werden, wie das, was in der Politik passiert. Sie sorgen dafür, dass unsere digitalen Inhalte stets aktuell und relevant sind und am Ende des Tages eine Zeitung in den Druck geht, die sowohl eine starke Titelseite hat als auch die Themen des Tages abbildet. (huf/sli)

Lokalredakteur

Lokalredakteure recherchieren nicht nur tagesaktuell Themen, die in ihrem Verbreitungsgebiet wichtig sind. Sie planen auch täglich den Lokalteil der Zeitung mit häufig zehn oder mehr Seiten und koordinieren die Arbeit der freien Mitarbeiter. Im Arbeitsalltag besuchen analysieren sie Entwicklungen vor Ort, besuchen Termine und Gesprächspartner und sind genau das, was viele sich unter einem rasenden Reporter vorstellen. Unsere Lokalredakteure sind immer vor Ort, wenn es etwas Spannendes zu erzählen gibt – ganz gleich, ob es um die Feuerwehr auf dem Dorf geht, Entscheidungen im Stadtrat oder darum, wie ein muslimischer Bürgermeisterkandidat diskriminiert wird. Jeder Lokalredakteur ist zudem Multimedia-Experte: Denn neben Texten kümmern sie sich auch um Fotos, Videos und interaktive Grafiken. (cup)

Korrespondent

Während der Großteil der Redakteure in der Zentrale in Augsburg oder einer unserer Lokalredaktionen arbeitet, berichten Korrespondenten aus der ganzen Welt über aktuelle Entwicklungen. Neben den Büros in München und Berlin arbeiten auch in Brüssel, Rom, London, Paris, Wien, Genf, Stockholm, Madrid, Warschau, Moskau, Istanbul, Kapstadt, Washington und Peking Korrespondenten für uns. Auch im Mittleren Osten, Nordafrika, Mittel- und Südamerika sind unsere Korrespondenten unterwegs. Sie berichten dabei nicht nur aus der jeweiligen Hauptstadt, sondern schreiben über alles Relevante aus dem Land oder der Weltregion, wo sie tätig sind. Auch wenn es dabei oft um Politik geht, sind sie thematisch nicht ausschließlich darauf festgelegt. Ebenso berichten sie von spannenden Kriminalfällen, wichtigen wirtschaftlichen Entwicklungen, sportlichen Großereignissen – und erzählen natürlich auch Geschichten von besonderen Menschen. (sli)

Fotograf

Eine Zeitung ohne Fotos? Was vor 75 Jahren fast Normalität war, ist heute undenkbar. Unsere Fotografen sind dafür zuständig, dass die schönsten und aussagekräftigsten Bildmotive auf unseren Seiten landen. Dazu sind sie den ganzen Tag unterwegs, immer dort, wo etwas los ist. Die Fotos sollen nicht nur schön aussehen und die Texte in der Zeitung und auf unserer Homepage auflockern, sondern selbst eine Nachricht transportieren. Damit das gelingt, brauchen die Fotografen mehr als nur einen guten Blick und einen ruhigen Finger auf dem Auslöser. Sie müssen kreativ sein – und es schaffen, dass sich die Menschen vor ihrer Linse wohl fühlen. (cup)

Digital-Redakteur

Die Digital-Redaktion steht nicht nur für herausragenden Digitaljournalismus, sondern auch für junge, zeitgeistige Themen. Digital-Redakteure sind Spezialisten für digitale Inhalte und Kanäle und wissen, wann, wie und wo Beiträge ausgespielt werden müssen, damit multimediale Inhalte den Lesern einen größtmöglichen Mehrwert bieten. Dabei betreuen die Redakteure sowohl die Homepage www.augsburger-allgemeine.de, als auch die Auftritte in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und Tiktok. Newsletter, Podcasts, Videos und interaktive Grafiken entstehen in der Digital-Redaktion, zudem werden von hier die wichtigsten überregionalen Push-Meldungen versendet. Auch die Nachrichten, die auf den Bildschirmen in den Bussen der Stadtwerke Augsburg angezeigt werden, erstellt die Digital-Redaktion. (sli)

Freie Mitarbeiter

Freie Mitarbeiter haben keine festen Arbeitszeiten, sondern arbeiten auf Zuruf. Dabei können ihre Aufgaben ganz unterschiedlich aussehen: Manche von ihnen übernehmen Schichtdienste in der Digital-Redaktion, andere liefern Hintergrundrecherchen aus allen Teilen der Welt, wieder andere unterstützen Lokalredaktionen bei der Berichterstattung. Vor allem Lokalredaktionen sind ohne freie Mitarbeiter kaum vorstellbar: Viele von ihnen sind bestens vernetzt und wissen genau, was ihre Heimatgemeinde aktuell bewegt. Oft sind sie die ersten, die vor Ort von einem Unfall berichten oder die letzten, die ins Bett gehen, wenn sie von einer Abendveranstaltung zurückkehren. (cup)

Unsere Betriebsführung in Corona-Zeiten

Ein besonderer Einblick
in den Redaktionsalltag

Wir haben das Jahr 2020 und wie allenthalben bekannt ist, schränkt uns das Coronavirus in allen möglichen Bereichen ein. So wollten wir ursprünglich im Jubiläumsjahr unsere Leser zu besonderen Betriebsführungen einladen, die aus Sicherheitsgründen verständlicher Weise ausfallen müssen.
Allerdings machen wir aus unserer Not eine Tugend: Mit den folgenden Videos geben wir Ihnen einen ganz besonderen und ungeschminkten Einblick in unseren Redaktionsalltag. Begleiten Sie uns durch unsere Videodokumentation vom 23. Oktober:

Begrüßung und
Digitalredaktion
Seite 1 und
Mantelkonferenz
Seite 3 und
Bayernteil
Regiodesk
Kulturteil
Sportteil
Art Direction
Archiv
Spiegelkonferenz
Chefredaktion

Unsere Lokalredaktionen

Ganz nah dran

Die Augsburger Allgemeine ist eine Tageszeitung, die einen besonderen Schwerpunkt auf ihre regionale Ausrichtung legt. Deswegen ist die Berichterstattung über die Heimat in allen Bereichen von grundlegender Bedeutung – besonders im Lokalen. Der Leser und die Heimat stehen im Mittelpunkt. Die Redakteurinnen und Redakteure nehmen sich Zeit für die Anliegen der Bevölkerung. Bewusst stehen Menschen hinter den Zeilen, die nah dran sind, die zuhören, ohne voreingenommen zu sein. Menschen, die das Lebensgefühl in den Regionen Schwabens und Oberbayerns abbilden können und wollen.

Dillingen

Dillingen

8 Mitarbeiter
15 freie Mitarbeiter

Vier liebenswerte Donaustädte: Dillingen, Lauingen, Gundelfingen und Höchstädt, dazu die reizvollen Regionen Aschberg, Bach-, Brenz-, Egau und Kesseltal: Das Dillinger Land steht für Lebensqualität. Wanderer und Radler haben hier ein Paradies, Familien ein günstiges Umfeld. Und in der wirtschaftlichen Dynamik ist der Landkreis Dillingen bundesweit vorne mit dabei.. Seit 70 Jahren berichtet die Donau-Zeitung aus dieser interessanten Region im schwäbischen Donautal. Wir sind nah dran an unseren Lesern. Wer wissen will, was hier los ist, liest die DZ.

Wertingen

Wertingen

5 Mitarbeiter
10 freie Mitarbeiter

Mittendrin im Laugna- und Zusamtal:  Die Redaktion der Wertinger Zeitung berichtet über die Menschen aus dieser liebenswerten Region, die zwischen den Räumen Dillingen und Augsburg ihre Eigenständigkeit bewahrt hat. Wer wissen will, was in der Zusamstadt Wertingen, in Binswangen, Buttenwiesen, Laugna,  Zusamaltheim und Villenbach passiert, liest die WZ. Die Themen reichen von der Wertinger Kreisklinik bis zur Entwicklung der starken regionalen Wirtschaft. Bei allem, was die Laugna- und Zusamtaler bewegt, ist die Wertinger Zeitung dabeil.

Neuburg

Neuburg

12 Mitarbeiter
20 freie Mitarbeiter

Für den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist die Landschaft des Donaumooses charakteristisch. Das Stadtbild Neuburgs prägt die Donau und das Renaissanceschloss, das Pfalzgraf Ottheinrich erbauen ließ. Ingolstadt verbindet man vor allem mit dem Automobilhersteller Audi. Bei unserer Redaktionsarbeit versuchen wir, möglichst nah am Menschen zu sein wie alle Lokalredaktionen. Was unsere Arbeit hier besonders macht? Die Konkurrenzsituation mit dem Donaukurier, die unsere Tätigkeit interessant, aber auch anstrengend macht, weil wir immer schnell reagieren müssen.

Neu-Ulm

Neu-Ulm

11 Mitarbeiter
19 freie Mitarbeiter

Das Verbreitungsgebiet der Neu-Ulmer Zeitung umfasst den nördlichen Landkreis Neu-Ulm. Die Große Kreisstadt Neu-Ulm wird gerne mal als die Schwanzquaste des Bayerischen Löwen bezeichnet. Wir sind sozusagen der bayerische Westen, gesegnet mit einem besonders guten Blick auf Ulm. Dort erscheint auch unser Mitbewerber, die Südwest Presse, mit der wir uns in sportlicher Konkurrenz messen. Dieser Konkurrenzdruck bringt täglich ein wenig Pfeffer in unseren Redaktionsalltag. Aber Konkurrenz belebt auch das Nachrichtengeschäft. Unser Verbreitungsgebiet ist einerseits sehr städtisch geprägt, aber im Osten und Süden auch sehr ländlich strukturiert. Wir versuchen, das Beste aus diesen beiden Welten abzubilden und unseren Leserinnen und Lesern möglichst gut zu präsentieren.  

Illertissen

Illertissen

5 Mitarbeiter
18 freie Mitarbeiter

Die Illertisser Zeitung deckt den Süden des Landkreises Neu-Ulm ab, sowie den Nordwesten des Unterallgäus, zu dem das Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Babenhausen gehört. Vor allem bei Wahlen stellt dies eine besondere Herausforderung dar, denn die Redaktion muss gleich zwei Landkreise im Blick haben. Das Verbreitungsgebiet der Illertisser Zeitung ist stärker ländlich geprägt als das er Neu-Ulmer Zeitung, die den nördlichen Landkreis abdeckt. Dafür ist der Kontakt zu den Menschen sehr eng: Die IZ ist einfach ganz nah dran.

Krumbach

Krumbach

6 Mitarbeiter
30 freie Mitarbeiter

Das Heilbad Krumbad (das älteste Heilbad Schwabens) und der Wallfahrtsort Maria Vesperbild: Beides sind Orte mit überregionaler Bedeutung. Sie liegen im Verbreitungsgebiet der Mittelschwäbischen Nachrichten. Die Redaktion in Krumbach betreut in ihrer täglichen Berichterstattung den südlichen Landkreis Günzburg.

Mindelheim

Mindelheim

8 Mitarbeiter
12 freie Mitarbeiter

Die Mindelheimer Zeitung versteht sich als Heimatzeitung im besten Sinne. Heimat ist Nähe, und diese Heimat ist im Unterallgäu besonders schön. Deshalb ist es der Redaktion wichtig, immer wieder die Schönheiten der Region zu zeigen und warum es sich lohnt, hier zu leben. Nähe zu den Menschen ist der Redaktion besonders wichtig. Es leben hier so viele interessante Menschen, die viel Kluges zu erzählen haben. Nicht zufällig ist der Landkreis Unterallgäu Boomregion. Die Arbeitslosenquote ist eine der niedrigsten in Deutschland.

Günzburg

Günzburg

7 Mitarbeiter
10 freie Mitarbeiter

Die Günzburger Zeitung ist das mit Abstand wichtigste Medium in der Region, welche mit einem kritischen, aber stets fairen Blick über das Geschehen im Landkreis informiert und berichtet. All die Menschen, die die Region auch im Kleinen gestalten, liegen der Redaktion am Herzen – auf der anderen Seite ist auch die Günzburger Zeitung für die Bevölkerung ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags.

Landsberg

Landsberg

11 Mitarbeiter
40 freie Mitarbeiter

Das Landsberger Tagblatt gilt als die älteste Zeitung Oberbayerns. 1796 erschien das „Landsberger Wochenblatt für Bürger und Landsleute“ erstmals. Heute ist das Landsberger Tagblatt die einzige Ausgabe der AZ, die einen kompletten Landkreis abdeckt und seinen Lesern einen sehr umfangreichen Lokalteil bietet. Der prosperierende Landkreis Landsberg gilt im Speckgürtel von München als einer der am stärksten wachsenden. Vielfältige Freizeitmöglichkeiten rund um Ammersee und Lech oder die charmante Altstadt von Landsberg sind bei Touristen beliebte Ziele. Außerdem leben in der Region – besonders am Ammersee-Westufer, aber auch in Landsberg – viele erfolgreiche Künstler, Schauspieler und Sportler.

Donauwörth

Donauwörth

8 Mitarbeiter
20 freie Mitarbeiter

Das Verbreitungsgebiet der Donauwörther Zeitung ist groß. Es umfasst fünf Städte und 17 Gemeinden. Wirtschaftskraft im Süden, Donau und Wörnitz und die gesunde Konkurrenz zum landschaftlich beeindruckenden Ries prägen die Region. Die Menschen schätzen die hohe Lebensqualität fernab der Großstädte. Die Donauwörther Zeitung ist für die Menschen unverzichtbare Informationsquelle und maßgebliches Medium, das ihnen Unterhaltung bietet und Meinungsbildung ermöglicht.

Schwabmünchen

Schwabmünchen

5 Mitarbeiter
25 freie Mitarbeiter

Was die Region ausmacht: Ein sich rasant entwickelnder südlicher Landkreis, den die Städte Königsbrunn, Bobingen und Schwabmünchen sowie die eher ländlichen Stauden prägen. Was die Redaktionsarbeit ausmacht: Viele, viele Begegnungen mit Lesern, die ihre Heimatzeitung wertschätzen.

Nördlingen

Nördlingen

6 Mitarbeiter
12 freie Mitarbeiter

Wie der Name schon sagt, ist das Kernverbreitungsgebiet der Rieser Nachrichten das Ries, ein vor etwa 15 Millionen Jahren durch einen Meteoriteneinschlag entstandener Krater mit einem Durchmesser von knapp 25 Kilometern. Zur Region zählen die Städte Nördlingen, Oettingen, Harburg und Wemding, aber auch Bopfingen in der württembergischen Nachbarschaft und Wassertrüdingen im angrenzenden Mittelfranken. Eine wichtige Gruppe der Leser wohnt zudem in den zahlreichen Dörfern des Rieses, die zu einem bunten Themen-Mix der Tageszeitung beitragen. Das Ries ist landschaftlich überaus reizvoll und hat ein reiches kulturelles, sportliches und wirtschaftliches Angebot. Die Redaktion ist sich einig: Die Themen gehen in dieser Region nie aus.   

Augsburg Land

Augsburg Land

12 Mitarbeiter
20 freie Mitarbeiter

Eine Redaktion für zwei Lokalausgaben: Das ist die Besonderheit der Redaktion Augsburg Land in Gersthofen. Der „Labo“ erscheint mit einem Lokalteil für den nördlichen Landkreis Augsburg und einem für den westlichen Landkreis. Mit den beiden Ausgaben trägt unsere Zeitung dem rasanten Wachstum im Augsburger Umland Rechnung. Dort wurden aus Dörfern Städte, mit den Menschen kamen immer mehr Kindergärten, Schulen, Geschäfte, Industrien. Gleichzeitig hat sich das Augsburger Land seine Schönheiten und Sehenswürdigkeiten bewahrt.

Friedberg

Friedberg

Aktuelle Nachrichten aus der ganzen Welt und Neuigkeiten aus dem eigenen Ort – das verbindet die Friedberger Allgemeine, die seit 1961 als Heimatausgabe der Augsburger Allgemeinen erscheint. Die Lokalredaktion in Friedberg berichtet täglich über die Ereignisse in Adelzhausen, Affing, Friedberg, Dasing, Eurasburg, Kissing, Merching, Mering, Ried, Schmiechen und Steindorf – Orte, die sich ihre altbayerische Identität auch als Teil des Regierungsbezirks Schwaben erhalten haben. Die Menschen hier sind stolz auf ihre Heimat, für die sie sich mit großem bürgerschaftlichem Engagement einsetzen, sei es im sozialen, kulturellen oder gesellschaftlichen Bereich. Um über all die Aktivitäten zu berichten, sind sechs Redakteure, ein Volontär und viele freie Mitarbeiter nahezu rund um die Uhr im Einsatz. Unsere Leserinnen und Leser haben die Wahl zwischen der gedruckten Zeitung mit einer Auflage von 12.300 Exemplaren, dem E-Paper, das bereits am Abend die Ausgabe von morgen auf elektronischem Weg ins Haus bringt, und dem Internetportal friedberger-allgemeine.de. Dort finden sich fortlaufend aktualisierte Beiträge vom Tage mit einem breiten Zusatzangebot an Informationen, Bildergalerien und Videofilmen.

Aichach

Aichach

8 Mitarbeiter
20 freie Mitarbeiter

Seit 1972, also seit fast einem halben Jahrhundert, gehört Aichach und sein Umland nicht mehr zum Regierungsbezirk Oberbayern sondern zu Schwaben. An der bayerischen Identität der Menschen, die in der wunderschönen Landschaft zwischen dem Grenzfluss Lech und der Weilach leben, hat das aber nichts geändert. Die Aichacher Nachrichten berichtet seit Mitte der 50er Jahre über die altbayerische Region, die sich heute Wittelsbacher Land nennt. Die Stammburg des Herrschergeschlechts, das Bayern über 700 Jahr lang regierte, stand früher bei Aichach.

Augsburg Stadt

Augsburg Stadt

16 Mitarbeiter
20 freie Mitarbeiter

Als Lokalredaktion Augsburg Stadt betreuen wir zu 100 Prozent das Stadtgebiet, also „nur“ die Themen einer einzigen Kommune. Dies unterscheidet uns
von anderen Lokalredaktionen unseres Hauses. Die Zusammenarbeit mit den Kurieren der umliegenden Landkreise spielt jedoch eine wichtige Rolle,
da das Interesse der Stadtleser nicht an der Stadtgrenze endet und da die Leser der Kuriere auch den Augsburger Lokalteil geliefert bekommen. Die Absprache
Sowie die Betrachtung mancher Themen aus Stadt- und Landsicht ist deshalb unser tägliches Geschäft.
Die Stadt Augsburg als drittgrößte Stadt Bayerns und die umliegende Region bilden mit rund 660.000 Einwohnern einen der drei größten Ballungs- und
Wirtschaftsräume des Freistaats. Augsburg bietet als Wirtschaftsstandort, als ehemalige Reichsstadt mit reicher Geschichte (Römer, Fugger, Brecht…) und
als frisch gebackene Welterbestadt ein spannendes Themenfeld für uns Journalisten.

Die eigene Mantelredaktion

Die Welt aus regionaler Perspektive

Der sogenannte Mantelteil der Zeitung mit Ressorts wie Politik, Bayern, Wirtschaft oder Sport ist in allen Ausgaben gleich. Er wird in Augsburg am Newsdesk erstellt, der Nachrichtenzentrale.

Die Augsburger Allgemeine leistet sich eine Vollredaktion. Das heißt, sie produziert neben dem eigenen Lokalteil auch einen eigenen überregionalen Teil, den Mantelteil. Darin blickt die Redaktion auf die Geschehnisse über die nähere Region hinaus, nach Bayern, Deutschland und in die Welt. Damit greift die Zeitung nicht auf Inhalte fremder Zeitungen zurück. So erhält sie die Meinungsvielfalt in der Zeitungslandschaft und für die Region. In Augsburg arbeiten rund 60 Redakteurinnen und Redakteure an den Inhalten, die digital oder von Nördlingen bis ins südliche Allgäu gedruckt verbreitet werden.
Der Mantel gliedert sich in Themenschwerpunkte, die sogenannten Ressorts. Für die Augsburger Allgemeine sind dies: Politik, Wirtschaft, Bayern, Journal und Kultur (Feuilleton), Panorama und Sport. Die Unterteilung findet sich so auch in den digitalen Veröffentlichungen der Redaktion, im Web und in der News-App.

Auf den Mantel kann nicht verzichtet werden. Was eine regionale Zeitung ausmacht, ist gerade ihre Filterfunktion: Was kann aus der großen Welt für die Region von Interesse sein, was für das Lokale? Ich glaube, dass das immer wichtiger wird.

Alexandra Holland, Herausgeberin Augsburger Allgemeine

Das Netz unserer Korrespondenten

Überall und mittendrin

Ihre freie Sicht auf die Welt behält sich die Augsburger Allgemeine durch ein breites Netz an Korrespondentinnen und Korrespondenten. Ihre Berichte, Bilder und Einschätzungen sind von der Mantelredaktion abrufbar. Das verspricht zusätzlich eine unabhängige Betrachtung des Vorgehens in der Welt. 24 Männer und Frauen korrespondieren regelmäßig mit der Augsburger Allgemeinen.

Für uns aus Washington: Karl Doemens

Die Begrüßung war freundlich. „Ach, Sie sind Journalist?“, fragte der Einwanderungsbeamte am Flughafen Washington-Dulles, während er durch meinen Pass blätterte. Es war
Februar 2017, vier Wochen nach dem Amtsantritt von Donald Trump. Ich fürchtete, mein Korrespondentenjob könnte schon am ersten Tag enden. Von wegen: „Dann haben Sie hier ja viel zu tun!“, scherzte der Beamte. Extreme Kontraste. Unerklärliche Widersprüche. Das hat seither meine Arbeit begleitet. Als deutscher Zeitungskorrespondent muss man in den USA wegen der Zeitverschiebung verdammt früh aufstehen. Und das Recherchieren ist nicht immer leicht. Traditionell reden amerikanische Politiker lieber mit CNN oder der New York Times als mit einem Journalisten aus Germany. Trumps Presse-Feindlichkeit kommt nun dazu. Manchmal bangt man um die Zukunft der Demokratie in diesem wunderbaren Land. Trotzdem (und irgendwie auch deshalb) gibt es kaum ein spannenderes Berichtsgebiet als die USA. Und die sind, zum Glück, viel größer als Washington.

Für uns aus Rom: Julius Müller-Meiningen

Italien ist zweifellos das Land, das die Deutschen am meisten aufregt – und zwar in jeder Hinsicht. Sosehr Kultur, Lebensstil und Küche im teutonischen Norden als nachahmenswert erscheinen, so heftig schütteln wir Deutsche häufig auch den Kopf, wenn es etwa um die italienische Politik, um das respektieren von Regeln oder Phänomene wie die Mafia geht. Italien polarisiert und das hilft einem Korrespondenten sehr. Die Themen von Rom bis Rimini, von Bozen bis Palermo liegen auf der Straße. Was im Parlament passiert, ist dabei oft viel weniger interessant als das Geschehen in der Bar nebenan. Und wenn doch einmal gar nichts zu passieren scheint, dann gibt es seit März 2013 ja noch eine weitere Attraktion in Rom: Papst Franziskus im Vatikan. Der Kurs der katholischen Kirche ist seit dem Amtsantritt des Argentiniers heftig umstritten, die Richtung der Kirche noch längst nicht eindeutig klar. Und Franziskus sorgt inzwischen fast täglich für Überraschungen. Worüber gibt es mehr zu schreiben als über ein Experiment mit offenem Ausgang?

Für uns aus Wien: Werner Reisinger

Das deutsche Interesse an Österreich nimmt stetig zu. Das liegt nicht nur an der Affäre um den Tiroler Skiort Ischgl, der als Corona-Hotspot für die Verbreitung des Virus in ganz Europa sorgte, sondern vor allem an Sebastian Kurz, dem vielbeachteten und erfolgreichen Kanzler der Alpenrepublik. Nach dem Scheitern der Koalition mit der rechten FPÖ erfand sich Kurz neu und sorgt mit seiner Haltung in EU-Fragen in Brüssel, Berlin und Paris nicht selten für Kritik. In Österreich sitzt er dafür umso fester im Sattel. Für den Korrespondenten in Wien bedeutet das vor allem eines: Zwischen all den durchorchestrierten Pressekonferenzen, die Kurz mit seinem grünen Regierungspartnern regelmäßig abhält, nach den Zwischentönen zu suchen, hinter die Fassade der inszenierten Regierungseintracht zu sehen und die politische Entwicklung einzuordnen. Weil es so nahe liegt, blickt man in Bayern interessierter zum österreichischen Nachbarn als beispielsweise nach Mecklenburg-Vorpommern oder Niedersachsen.

Für uns aus Paris: Birgit Holzer

Nein, ihren Arbeitsalltag verbringt eine Frankreich-Korrespondentin nicht nur in vornehmen Cafes, bei glamourösen Modeschauen oder auf dem Filmfest im südfranzösischen Cannes. Das sind Highlights, während die Realität der Reporterin zunächst weniger aufregend klingt: Dazu gehören vor allem trockene Informationstermine mit Beratern des Präsidenten, viele Stunden vor dem Computer bei Dauerberieselung durch Info-Radiosender und die tägliche Zeitungslektüre mit intensiver Suche nach Themen. Lange graben muss ich dabei selten. Ein Land mit dieser Vielfalt, das Deutschland so nahe ist und kulturell doch oft so verschieden, bietet unerschöpflichen Erzählstoff. Im Zweifelsfall schreckt Präsident Emmanuel Macron seine Landsleute mit einem neuen Reformvorhaben auf oder erzürnen sich die Pariser über neue Autosperrungen der streitbaren Bürgermeisterin. Und da Frankreich längst nicht an den Grenzen der stolzen Hauptstadt endet, finde ich auch abseits von Paris Geschichten über ein faszinierendes Land, die ich nur noch aufzusammeln und zu erzählen brauche.

Für uns aus München: Uli Bachmeier

Vielen Kollegen gilt die Stelle des landespolitischen Korrespondenten in München als der schönste Job, den unsere Redaktion zu vergeben hat. Es sei hiermit gleich eingestanden: Sie haben recht. Hier in München, wo die meisten (aber leider nicht mehr alle) bayerischen Zeitungen und einige überregionale Blätter und Magazine mit eigenen Büros vertreten sind, herrscht noch echter Sportsgeist unter den Journalisten. Der Wettbewerb ist zwar hart, aber fair. Das Lieblingsspiel geht so: Wer der Staatsregierung als Erster auf die Schliche kommt, hat gewonnen. Der Höchstpreis für all die Mühen sind anerkennende Worte der lieben Kollegen wie „auch nicht schlecht“ oder „ich hab’ mir schon so was gedacht“. Das war’s aber auch. Am nächsten Tag geht’s dann wieder neu los mit Recherchieren, Nachfragen, auf die Schliche kommen. Viel Zeit, wie ein „Trüffelschwein“ nach Skandalen, Affären oder Ärgernissen zu suchen, bleibt im Alltagsgeschäft allerdings nicht. Die Landespolitik ist - wenn sich nicht, wie aktuell, alles auf die Corona-Pandemie konzentriert – ein weites Feld. Und stets geht es bei allem Nachfragen und Schreiben nicht nur darum, unsere Region über den Stand der Debatten im Bayerischen Landtag zu informieren, sondern auch darum, Stimme unserer Region Schwaben in München zu sein. Eine Aufgabe, die viel Freude macht, weil die Augsburger Allgemeine in München ernst genommen wird.

Für uns aus Madrid: Ralph Schulze

Der Tag in Spaniens Verkehrs und Abgashauptstadt Madrid beginnt normalerweise mit einem Stau – auch wenn die Autokarawanen in Corona-Zeiten etwas kleiner geworden sind. Das ändert aber nichts daran, dass Autofahren nach Fußballgucken immer noch die zweitliebste Beschäftigung der drei Millionen Hauptstädter ist. Mit dem Rad zu fahren, trauen sich angesichts der rauen Sitten auf den Straßen nur wenige, zumal Fahrradwege praktisch nicht existieren. Dann schon lieber mit dem Motorroller, mit dem es dem Spanien-Reporter meistens gelingt, rechtzeitig im Büro zu sein, um
seine Berichte zu schreiben und nach Augsburg zu senden. Madrid ist übrigens in diesem Jahr der absolute Corona-Brennpunkt der Nation. Mit der Folge, dass das Leben auf dem Land, wo das Infektionsrisiko deutlich geringer ist, wieder in Mode kommt. Entsprechend freut sich auch der Spanien-Berichterstatter, wenn er zur Recherche in die Provinz fahren kann. Oder zu König Felipe und Regierungschef Pedro Sánchez gebeten wird - die beiden residieren am grünen Stadtrand und nicht in Madrids übervölkertem Zentrum.

Für uns aus London: Katrin Pribyl

Treffe ich mich manchmal mit der Queen auf eine teatime? Leider nicht. Doch Großbritannien hat mehr zu bieten als den Tratsch über die Monarchie, Mode und Musik. Vor allem London steht nie still, besticht
durch seine skurrilen und kosmopolitischen Seiten, ist Heimat einer der wichtigsten Schaltzentralen für die globale Finanzwirtschaft und beherbergt mit Downing Street 10 eine der europäischen Schlüsseladressen. Nachdem die Briten für den Ausstieg aus der EU gestimmt haben und die Regierung diesen Schritt auch vollzogen hat, ist es derzeit besonders spannend, die politischen Ereignisse zu begleiten. Das Land? Faszinierend, voller Gegensätze, von Schottland bis Cornwall, von Wales bis Belfast. Jeden Tag versuche ich aufs Neue, mich der Themenschleuder zu stellen. Weil es die Stadt laut und geschäftig mag, die Zeit rast und mit ihr die Menschen, genieße ich ab und an die Ruhe in einem
der Parks oder wunderbaren Gärten. Und selbst dort findet man sie, die herrlich britischen Geschichten.

Für uns aus İstanbul: Susanne Güsten

Eine einzigartige Stadt und ein Land, das immer für Aufregung gut ist: Für eine Auslandskorrespondentin
bilden Istanbul und die Türkei eine unschlagbare Mischung. Selbst nach rund 20 Jahren am Bosporus finde ich fast jeden Tag etwas Neues, Aufregendes, Skandalöses oder Kurioses, das mir Material für eine gute Geschichte liefert. Vielleicht noch mehr als in anderen Ländern steht bei der Berichterstattung aus der Türkei das Erklären im Vordergrund. Die sprichwörtliche Herzlichkeit und die Gastfreundschaft der Türken öffnen der Reporterin viele Türen, doch Drehund Angelpunkt für das Verständnis des Landes ist die Sprache. Nur mit direktem Zugang zu den Menschen kann man authentisch über sie berichten. Das habe ich nicht nur in den Teehäusern der anatolischen Provinz erfahren, sondern auch in vielen Gesprächen mit türkischen Politikern und Unternehmern. Bei weitem nicht alle von ihnen beherrschen noch eine Fremdsprache.

Für uns aus Brüssel: Detlef Drewes

Gleich am Place Schuman steht mitten in Brüssel dieses wuchtige Gebäude, in dem wir viele unserer Tage und bei EU-Gipfeln sogar manche Nächte verbringen. Gleich nebenan tagen sie: die Staats- und Regierungschefs, die Ministerräte. Hier ringen die Vertreter der Mitgliedstaaten um Handelsverträge, den Klimaschutz oder neue Fördermittel für die Regionen dieser Gemeinschaft. Abends touren wir Korrespondenten durch Brüssels manchmal mondäne Gastronomie, deren süße oder salzige Überversorgung wir ebenso schätzen wie fürchten. Und überall geht es immer nur um das eine Thema: Wie kann diese Gemeinschaft weiter gefestigt, noch mehr ausgebaut und für die Menschen noch erlebbarer werden? Ach ja, die Nato gibt es auch noch. Die Zenrale des Bündnisses, draußen am „Boulevard Alberrt III“, ein geheimnisumwitterter Bau, dessen Dimensionen so gewaltig sind, dass man sich mit Tretrollern darin fortbewegt. Europa ist spannend, voller Visionen. Und voller bewegender
Biograpohien. Sie zu entdecken, macht den Reiz des Lebens aus. Jeden Tag wieder.

Für uns aus Berlin: Stefan Lange

Das Leben geht manchmal verschlungene Wege. Nicht nur, dass es mich als Friesen ins Berliner
Büro einer bayerischen Zeitung verschlagen hat - eigentlich wollte ich gar nicht
Journalist, sondern Bewährungshelfer werden. Nach bestandenem Diplom, die Beamtenstelle
vor Augen, lockte mich meine Heimatzeitung allerdings mit einem Volontariat. Ich hatte dort als freier Mitarbeiter mein Geld fürs Studium verdient und wusste nun nicht, was zu tun ist. Mein damalige Professor gab den Ausschlag: Ich könne, riet er, für die Menschen mit drei guten Artikeln vermutlich mehr bewegen als mit drei Monaten Arbeit in der Amtsstube. Dieser Satz wurde zum Leitmotiv für meine weitere Tätigkeit. Erst in der Lokal- und jetzt in der Bundespolitik. Es ist nicht leicht, diesem Anspruch gerecht zu werden. Aber der Wunsch, etwas zu bewegen, ist immer noch da und jeden Tag ein neuer Ansporn für mich.

Für uns aus Berlin: Bernhard Junginger

Neuer Tag, neues Thema: Was denkt sich die Bundesregierung in Berlin heute wieder aus? Und
was sagt die Opposition dazu? Bringen die Zeugen, die am Mittag im Untersuchungsausschuss aussagen werden, tatsächlich Licht in den Skandal? Steckt hinter dem Gericht aus der Bundestagskantine eine große Geschichte? Wie sind die Zahlen einzuschätzen, die der Minister verkündet? Und was bedeutet der neue Gesetzesentwurf für das Leben der Bürger? Als Hauptstadtkorrespondent beginnt jeder Morgen mit vielen Fragen. Anfang 2017 kam ich in unsere Berliner Redaktion, als die Stadt noch unter dem Schock des Terroranschlages auf dem Weihnachtsmarkt stand. Dann begann auch schon der Bundestagswahlkampf. Der Politikbetrieb dreht sich auf immer höheren Touren. Die Tage hier sind manchmal lang, doch die Zeit vergeht schnell bei der Jagd nach Antworten. Die dann am nächsten Tag in der Zeitung stehen.

Für uns aus Berlin: Christian Grimm

Manches Amt fällt einem einfach vor die Füße. Eigentlich soll ein Berlin-Reporter die
große und kleine Politik erklären. Dazu noch die Irrungen und Wirrungen der daran so reichen Stadt an der Spree. Oft übersehen wird, dass Berlin tief im Osten Deutschlands liegt. Spätestens seit Hunderttausende von Flüchtlingen kamen, tut dieser Osten nicht mehr, was er soll. Was haben die Ossis denn nun schon wieder gemacht? Nach jeder Landtagswahl dort die gleiche empörte Frage. Deshalb hat unsere Redaktion einen Ostbeauftragten, ohne dass dieser Posten jemals offiziell vergeben wurde. Weil ich aus der Stadt der Trabis komme, erfülle ich die wichtigste Voraussetzung. Dafür kann ich nichts, aber es hilft. Die Leute in der Lausitz öffnen sich leichter jemandem, der weiß, was es mit einer Region macht, der wirtschaftlich der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Sie öffnen sich leichter, wenn jemand das Erbe der DDR in sich trägt.

Ein Essay von Gregor Peter Schmitz

Ein Fest für den Journalismus

Das Jubiläum: Ist es in Zeiten wie diesen in Ordnung,
sich als Journalisten selber zu feiern? Oh ja – wenn wir dabei das Wesentliche im Blick behalten

Darf man sich ganz allgemein, aber sehr speziell in Krisenzeiten wie diesen, selber feiern als Zeitung, als Redaktion? Sosehr wir uns über den 75. Geburtstag der Augsburger Allgemeinen freuen, so wenig selbstverständlich ist das bei genauerem Überlegen. Nicht nur, weil Feiern gerade wegen Corona ohnehin etwas ganz und gar Nicht-Systemrelevantes ist. Sondern auch, weil Journalisten und ihre Glaubwürdigkeit zuletzt genauso ins Gerede gekommen sind wie die Zukunftsfähigkeit unserer Branche. Kann man da einfach auf die nächsten 75 Jahre anstoßen?
Ich glaube schon – und möchte dies erklären mit einigen Gedanken zum (Zu-)Stand des Journalismus und unserer Leidenschaft für ihn als Redaktion. Denn es darf um Himmels willen nicht um Eitelkeiten gehen, wenn Journalisten (sich selber) feiern, und schon gar nicht um Jubiläen des Jubiläums willen. Es muss darum gehen, wofür Journalismus steht, auch – oder vielmehr gerade – in Zeiten der Debatte über die angebliche „Lügenpresse“.

«Aufbleiben, anstehen, sich nicht zu schade sein. Nur so erreicht man übrigens auch die Menschen, denen sonst niemand zuhört...»

Journalismus ist für uns: begeistert. Vor einiger Zeit saßen wir in der Redaktion zusammen, es ging um Europa, um die Europawahl. Wir rätselten, wir marterten uns: Wie kann man eine so tolle Idee wie Europa (darin waren wir uns einig!) spannend auf Papier beschreiben, ohne die Leser akuter Einschlafgefahr auszusetzen, wie so oft bei grauen Beschreibungen grauer Bürokraten in Brüssel? Eine Reise müssten wir machen, rief eine Kollegin – und dann ging es wild durcheinander, wohin, wann, wie lange? Und: Wer macht es? Darum mussten wir uns die geringsten Sorgen machen. Vier unserer tollkühnen Volontärinnen und Volontäre brachen beinahe umgehend auf, sie trauten sich auf eine Reise quer über den Kontinent, durch elf Länder. Sie wurden sogar überfallen, aber ihre Geschichten ließen sie sich nicht klauen, die erschienen auf vielen Seiten in einer Schwerpunktausgabe, umsichtig betreut und redigiert von den „alten Hasen“ in der Redaktion. Dafür gab es sogar den Deutsch-Französischen Journalistenpreis. So eine gemeinsame Reise wagt nur, wer jeden Morgen begeistert aufwacht, Journalist sein zu dürfen.

Journalismus ist für uns: demütig. Es gab viele große Gerichtsprozesse in der jüngeren Zeit, große Tage auch für den Journalismus: das Verfahren gegen den Audi-Chef Stadler etwa, oder die Ermittlungen gegen einen Dopingarzt, der das Fair-Play-Prinzip im Sport mal eben wegspritzen wollte. Und es gibt immer ein Problem: nur wenige Plätze im Gerichtssaal für die Presse. Für uns ist das aber kein Problem – denn rasch fanden sich jeweils Kolleginnen und Kollegen, die sich die Nacht buchstäblich vor dem Saal campend um die Ohren schlugen, um für unsere Redaktion so einen Platz zu ergattern. Aufbleiben, anstehen, sich nicht zu schade sein. Nur so erreicht man übrigens auch die Menschen, denen sonst niemand zuhört, die nicht im Scheinwerferlicht stehen – und die häufig die spannendsten Geschichten erzählen.

«Ihr Dreckslumpen von der Müllpresse, macht das Maul zu»

Journalismus ist für uns: mutig. Journalismus ist kein Beruf für Helden. Das soll nicht heißen, dass es nicht durchaus heldenhafte Journalisten gibt. Aber Journalismus ist: in erster Linie Handwerk. Wir müssen Fakten zusammentragen, Fakten auch beschützen. Ohne faktentreue Medien klappt Demokratie nicht. Ohne den Fakten verpflichtete Polizisten ebenfalls nicht. Voriges Jahr standen all diese Leitlinien auf einmal im Kreuzfeuer. An einem späten Abend ereignete sich das furchtbare Tötungsdelikt auf dem Augsburger Königsplatz. Schon wenig später war in "sozialen Netzwerken“ vielen ganz vieles klar. Etwa, dass eine Vertuschung der Täternationalität liefe, orchestriert, na klar, von Medien und Polizei. Nur, klar war da noch gar nichts. Es wurde ermittelt, es wurden Fakten zusammengetragen, es wurde recherchiert. Man muss – Handwerk! – in solchen Fällen alles untersuchen, alle Fakten prüfen. Man muss in einem demokratischen Rechtsstaat auf der Basis von Fakten handeln statt mit Vorurteilen oder Vorverurteilungen – auch nicht, nachdem Verdächtige festgenommen wurden, mit Migrationshintergrund. Denn was erklärt das genau? Unsere Zeitung schrieb damals: „Ob Jugendliche kriminell werden oder nicht, entscheidet nicht der genetische, sondern der soziale Hintergrund. Wer in schwierigen Verhältnissen aufwächst, und das ist bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund etwa aufgrund schlechterer Sprachkenntnisse der Fall, wird nicht automatisch kriminell, aber er hat ein höheres Risiko. Das ist keine Entschuldigung, aber eine Erklärung. Und in einer aufgeklärten Gesellschaft sind Erklärungen der Ansatz für Lösungen.“ Wir erhielten dafür Zuschriften wie diese: „Ihr Dreckslumpen von der Müllpresse, macht das Maul zu. Wer wie ihr sein Vaterland verrät und die eigene Fahne hasst, gehört aus dem Land gejagt. Elende Dreckspresse, in die Tonne mit Euch!…Wenn das Volk in Augsburg aufsteht, wird die Redaktion dieses Drecksblattes brennen…“
Hat die Redaktion sich davon einschüchtern oder gar aufhalten lassen? Natürlich nicht. Nur wenig später schrieben Kolleginnen und Kollegen zu dem Thema schon wieder, getreu dem Prinzip, dass im Rechtsstaat jeder das Recht auf alles Mögliche hat – aber nicht das Recht auf eigene Fakten.

«...vielleicht besser denn je»

Journalismus ist aus unserer Sicht (so unbescheiden das klingen mag): vielleicht besser denn je. Klar, das Geldverdienen ist nicht leichter geworden, obwohl wir das Glück haben, in einem Haus arbeiten zu dürfen, das klug wirtschaftet und vor allem Journalismus als echten Auftrag versteht. Vieles ist mühsamer im Berufsalltag, manches auch stressiger, das Internet wird nicht einfach verschwinden wie manche vielleicht hofften. Aber unser Journalismus heute ist auch viel mehr auf Augenhöhe angelegt, auf Austausch mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser. Wir predigen nicht mehr von der Leitartikel-Kanzel, wir liefern Informationen, wir regen an zum Nachdenken, zum direkten Austausch, in Print, online, auf allen Kanälen. Das gelingt natürlich nicht immer, wir sind Menschen mit all ihren Schwächen, aber wenn es uns gelingt, gibt es in meiner Welt keinen Job, der glücklicher macht. Und nur wer selbst begeistert ist, kann die allerwichtigste Gruppe von allen begeistern: Sie, liebe Leserinnen und Leser! Gelingt uns das, ist mir keinen Moment bange um die Zukunft – die unserer Branche, unserer Gesellschaft, unserer Demokratie.

In der ständig steigenden Flut an unüberschaubaren Informationen wird das vertraute, stets greifbare Medium Zeitung noch mehr als bisher Wegweiser sein.

Günter Holland 1926 – 2006

Die Entwicklung zur Mediengruppe öffnet einen breiten Horizont

Qualitätsjournalismus kann man lernen

Die Journalistenausbildung der Augsburger Allgemeinen ist weit über die Grenzen der Region bekannt und anerkannt. Der langjährige Chefredakteur und Verleger Günter Holland legte stets großen Wert darauf, dem journalistischen Nachwuchs seiner Zeitung sorgsam, kompetent und umfassend die Grundregeln des Journalismus beizubringen.

Auf die Ausbildung legt die Augsburger Allgemeine großes Augenmerk. Insgesamt bildet das Haus 270 junge Menschen in 15 Berufen aus. Davon sind etwa 36 Volontärinnen und Volontäre. Schon Günter Holland, langjähriger Chefredakteur und Verleger der Zeitung, legte Wert darauf, dem journalistischen Nachwuchs sorgsam, kompetent und umfassend die Grundregeln des Journalismus beizubringen. Die Entwicklung der Zeitung zum integrierten Medienhaus macht es möglich, die Volontäre multimedial auszubilden. Das heißt, ihr Erfahrungsbereich spannt den Bogen von der klassischen Redakteursarbeit (digital und Print) bis zu den Aufgaben der Hörfunk- und Fernsehredaktion. Die Journalistenschule ist bundesweit anerkannt. Sie wird in der Branche geschätzt.

Alles über die Journalistenausbildung der Günter Holland Journalistenschule finden Sie hier: ghjs.de

Journalismus zum Anfassen

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Hochkarätige Gäste aus Politik, Medien, Sport, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft besuchen Augsburg persönlich und nah.

Rund acht- bis zehnmal jährlich lädt Chefredakteur Gregor Peter Schmitz zum LIVE-Interview. Ursprünglich ist das Format mit 500 Gästen, Leserinnen und Lesern im Goldenen Saal der Stadt Augsburg zu Hause. Seit der Pandemie wurden die Gespräche zwischen Augsburg und beispielsweise Berlin gestreamt. Neben der Veröffentlichung der Inhalte in Zeitung, Internet und Regionalfernsehen atv werden die Beiträge aus Augsburg in den sozialen Medien über 700tausend Mal angeschaut.

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